
Die Orgel in der Georgenkirche aus dem Jahr 1856 ist das viertgrößte erhaltene Neubauwerk des Wittstocker Orgelbauers Friedrich Hermann Lütkemüller (1815-1897). Mit Änderung der Disposition in den 1950er bis 80er Jahren ging ihr romantische Charakter verloren. Da ein erheblicher Teil des Pfeifenwerkes umgebaut erhalten blieb, konnte die Rückführung auf das Lütkemüllersche Dispositionsprinzip im September 2023 mit der Orgelrestaurierung angegangen werden.
Wie von Lütkemüller gewohnt, so ist auch diese Orgel in allergrößter Akkuratesse gebaut worden. Sie fügt sich ein in den umfangreichen Bestand romantischer Orgeln in Mecklenburg und steht an vorderer Stelle der zahlreich erhaltenen Lütkemüller-Orgeln. Sie ist von starker klanglicher Wirkung und spielt im Rahmen der Kirchenmusik in Waren eine große Rolle.
Rekonstruierte Disposition:
Hauptwerk (C bis f3)
Bordun 16’
Viola di Gamba 16’ ab c
Principal 8’
Doppelflöte 8’
Salicional 8’
Trompete 8’
Octave 4’
Quinte 2 2/3’
Octave 2’
Mixtur 5fach
Oberwerk (C bis f3)
Quintatön 16’ ab c
Geigenprincipal 8’
Gedact 8’
Dolce 8’
Octave 4’
Flöte 4’
Flautino 2’
Klarinette 8’
Pedal (C bis d1)
Violon 16’
Subbaß 16’
Principalbaß 8’
Baßflöte 8’
Octave 4’
Posaune 16’
Christiane Drese spielt an der Lütkemüllerorgel: Prélude (Théodore Dubois)