2014/2015 begaben sich Schülerinnen und Schüler des Richard-Wossidlo-Gymnasiums Waren gemeinsam mit ihrer Lehrerin Dr. Dorothea Rother auf Spurensuche der jüdischen Familien, die einmal in Waren zu Hause waren. Entstanden ist dabei – in Zusammenarbeit mit der RAAbatz-Medienwerkstatt der Dokumentarfilm „Gerdas Geheimnis“. Der 20minütige Film erzählt die Geschichte der letzten jüdischen Frau, die aus Waren stammte.

Stolpersteine auf dem Neuen Markt: Max und Margarete Löwenberg aus Waren, die Eltern von Gerda, wurden 1941 ermordet.

Als 17jähriges Mädchen emigrierte Gerda Löwenberg 1939 in die USA, wo sie 2013 starb. Ihre jüdische Identität und den Grund ihrer Flucht vor dem Nationalsozialismus hatte Gerda bis kurz vor ihrem Tod vor ihrer Familie geheim gehalten. So erfuhr ihre Tochter Susan Rhyne vieles erst durch die Arbeit der Warener Schülerinnen und Schüler und ihrer Lehrerin über die Geschichte ihrer Mutter und das Schicksal ihrer Familie.

Neben dem Film entstand auch eine Ausstellung. Ausgangspunkt war ein Foto, das 1930 auf der Feier zu Gerdas 8. Geburtstag gemacht wurde. Was ist aus diesen Kindern geworden? Diese Frage stellt die Ausstellung und zeichnet die Lebenswege einiger dieser Kinder nach.

 

In Waren erinnern heute ein jüdischer Friedhof, der Gedenkstein am Südufer des Tiefwarensees – wo einmal die Synagoge stand – und etliche „Stolpersteine“ daran, dass es auch hier einmal jüdisches Leben und ein jüdisches Gotteshaus gab.

Vom 1. Mai bis zum 30. September ist die Ausstellung „Life belongs to the living“ in der Georgenkirche zu sehen.